Alice Walker (geb. 9. Februar 1944) ist eine Schriftstellerin und Aktivistin, die vielleicht am besten als Autorin von "The Color Purple" bekannt ist" und mehr als 20 andere Bücher und Gedichtsammlungen. Sie ist auch dafür bekannt, die Arbeit von Zora Neale Hurston wiederherzustellen und gegen die Beschneidung von Frauen vorzugehen. Sie gewann 1983 den Pulitzer-Preis und 1984 den National Book Award.
Alice Walker wurde am 9. Februar 1944 in Eatonton, Georgia, als letztes von acht Kindern von Minnie Tallulah Grant und Willie Lee Walker geboren. Ihre Eltern waren Pächter, die in den Tagen von Jim Crow auf einer großen Baumwollfarm arbeiteten. Ihre Mutter erkannte bereits in jungen Jahren die Fähigkeiten von Alice und schaffte es, die 4-Jährige in die erste Klasse bei East Putnam Consolidated zu bringen, wo sie schnell zu einer Star-Schülerin wurde. Im Jahr 1952 wurde sie durch einen Kinderunfall auf einem Auge blind. Aus medizinischen Gründen im Süden von Jim Crow wurde sie erst sechs Jahre später, als sie ihren Bruder in Boston, Massachusetts, besuchte, angemessen medizinisch behandelt. Dennoch wurde sie Valedictorian ihrer Klasse an der Butler-Baker High School.
Mit 17 Jahren erhielt Walker ein Stipendium für das Spelman College in Atlanta, wo sie sich für russische Literatur und die aufkeimende Bürgerrechtsbewegung interessierte. 1963 wurde ihr ein Stipendium für das Sarah Lawrence College angeboten, und nachdem ihr aktivistischer Mentor Howard Zinn von Spelman entlassen worden war, wechselte Walker zu Sarah Lawrence. Dort studierte sie Lyrik bei Muriel Rukeyser (1913-1980), die ihr helfen sollte, ihre erste Gedichtsammlung "Once" aus dem Jahr 1968 zu erhalten. In ihrem Abschlussjahr studierte Walker als Austauschstudentin in Ostafrika. sie schloss 1965 ab.
Nach dem College arbeitete Alice Walker kurz für das New Yorker Sozialministerium und kehrte dann nach Süden zurück, um nach Jackson, Mississippi, zu ziehen. In Jackson meldete sie sich freiwillig bei Wählerregistrierungsfahrten und arbeitete für den Legal Defense Fund der NAACP. Am 17. März 1967 lernte sie Melvyn R. Leventhal kennen. Sie heirateten in New York und zogen nach Jackson zurück, wo sie das erste legal verheiratete Ehepaar in der Stadt waren. Sie hatten eine Tochter, Rebecca, geboren am 17. November 1969, aber die Ehe endete 1976 mit der Scheidung.
Alice Walker begann ihre berufliche Karriere als Writer-in-Residence zuerst an der Jackson State University (1968-1969) und dann am Tougaloo College (1970-1971). Ihr erster Roman, eine Drei-Generationen-Saga von Sharecroppern mit dem Titel "Das dritte Leben des Grange Copeland", wurde 1970 veröffentlicht. 1972 unterrichtete sie an der University of Massachusetts in Boston einen Kurs in Black Women's Writers. Während dieser Zeit schrieb sie ununterbrochen weiter.
Mitte der 1970er Jahre wandte sich Walker ihren Inspirationen aus der Harlem-Renaissance des frühen 20. Jahrhunderts zu. 1974 schrieb Walker eine Biographie des Dichters Langston Hughes (1902-1967) und im folgenden Jahr veröffentlichte sie eine Beschreibung ihrer Forschung mit Charlotte Hunt, "Auf der Suche nach Zora Neale Hurston", in Frau. Zeitschrift. Walker wird die Wiederbelebung des Interesses am Schriftsteller / Anthropologen zugeschrieben (1891-1960).
Ihr Roman "Meridian" erschien 1976 und das Thema war die Bürgerrechtsbewegung im Süden. Ihr nächster Roman "Die Farbe Lila" veränderte ihr Leben.
Alice Walkers Gedichte, Romane und Kurzgeschichten handeln offen von Vergewaltigung, Gewalt, Isolation, unruhigen Beziehungen, Bisexualität, generationenübergreifenden Perspektiven, Sexismus und Rassismus: all das, was sie aus ihren persönlichen Erfahrungen wusste. Alice Walker hatte seit jeher keine Angst davor, kontrovers zu sein.
Als 1982 "The Color Purple" herauskam, wurde Walker einem noch breiteren Publikum bekannt. Ihr Pulitzer-Preis und der Film von Steven Spielberg brachten sowohl Ruhm als auch Kontroversen. In "The Colour Purple" wurde sie häufig wegen negativer Darstellungen von Männern kritisiert, obwohl viele Kritiker zugaben, dass der Film schlichtere Negativbilder darstellte als die nuancierteren Darstellungen des Buches.
In zwei Büchern - "The Temple of My Familiar" (1989) und "Possessing the Secret of Joy" (1992) - ging Walker auf das Thema der Beschneidung von Frauen in Afrika ein, das weitere Kontroversen hervorrief: War Walker ein Kulturimperialist, der eine Kritik an einem andere Kultur?
Alice Walkers Arbeiten sind bekannt für ihre Darstellungen des Lebens der afroamerikanischen Frau. Sie schildert anschaulich den Sexismus, Rassismus und die Armut, die dieses Leben oft zu einem Kampf machen. Sie schildert aber auch als Teil dieses Lebens die Stärken von Familie, Gemeinschaft, Selbstwert und Spiritualität.
Viele ihrer Romane zeigen Frauen in anderen Perioden der Geschichte als unsere. Genau wie beim Schreiben von Sachbüchern zur Frauengeschichte vermitteln solche Darstellungen einen Eindruck von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten des heutigen und des damaligen Zustands von Frauen.
Alice Walker schreibt nicht nur weiter, sondern engagiert sich auch für ökologische, feministische / womanistische Anliegen und Fragen der wirtschaftlichen Gerechtigkeit. Ihr neuester Roman "Jetzt ist die Zeit, dein Herz zu öffnen" wurde 2004 veröffentlicht. seitdem ist ihre veröffentlichte Arbeit Poesie. 2018 veröffentlichte sie eine Gedichtsammlung mit dem Titel "Den Pfeil aus dem Herzen nehmen".
Quellen