In Japan beginnt Eigo-Kyouiku (englischsprachiger Unterricht) mit dem ersten Jahr der Mittelschule und dauert mindestens bis zum dritten Jahr der Mittelschule. Überraschenderweise können die meisten Schüler nach dieser Zeit noch nicht richtig Englisch sprechen oder verstehen.
Einer der Gründe ist der Unterricht, der sich auf das Lesen und Schreiben konzentriert. In der Vergangenheit war Japan eine Nation, die sich aus einer einzigen ethnischen Gruppe zusammensetzte und nur eine sehr geringe Anzahl ausländischer Besucher hatte. Es gab nur wenige Möglichkeiten, sich in Fremdsprachen auszutauschen Literatur anderer Länder. Englisch zu lernen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg populär, aber Englisch wurde von Lehrern unterrichtet, die nach der Methode trainiert wurden, die das Lesen betonte. Es gab keine qualifizierten Lehrer, um Hören und Sprechen zu unterrichten. Außerdem gehören Japanisch und Englisch zu verschiedenen Sprachfamilien. Weder in der Struktur noch in den Worten gibt es Gemeinsamkeiten.
Ein weiterer Grund in den Richtlinien des Bildungsministeriums. Die Richtlinie beschränkt den Englisch-Wortschatz, der während der drei Jahre der Mittelstufe erlernt werden soll, auf etwa 1.000 Wörter. Lehrbücher müssen zuerst vom Bildungsministerium gescreent werden und führen größtenteils zu standardisierten Lehrbüchern, wodurch das Erlernen der englischen Sprache zu eng wird.
In den letzten Jahren hat jedoch die Notwendigkeit zugenommen, auf Englisch zu kommunizieren, da die Fähigkeit, Englisch zu hören und zu sprechen, gefragt ist. Die Anzahl der Schüler und Erwachsenen, die Englisch lernen, ist rapide angestiegen, und private Englisch-Konversationsschulen haben an Bedeutung gewonnen. Die Schulen stärken Eigo-Kyouiku jetzt auch durch die Einrichtung von Sprachlabors und die Einstellung von Fremdsprachenlehrern.